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Hallo und herzlich willkommen auf www.plot.de.be, einer Literaturseite mit dem Hauptvermerk auf Kurzgeschichten. Wir wuenschen euch viel Spass beim stoebern und lesen, und im Vorraus schonmal vielen Dank fuer euren Besuch.

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Zitat der Woche

"Egal wie weit der Weg ist, man mu▀ den ersten Schritt tun."

-Mao Tse-tung

Über das Wort Liebe

 

Liebe.... für manche Alltag, für andere Kitsch, und für dritte wieder das herrlichste was es auf der Welt gibt. Und obwohl wir dieses Gefühl in ein Wort stecken und es im Duden zu erklären versuchen, schaffen wir es doch nicht, und können es auch nicht, denn für jeden bedeutet es etwas anderes, und für jeden mehr als ein Wort sagen kann. Es kann für euch also bedeuten was es will, für mich ist dieses Wort fast schon schrecklich. Einengend, macht es mich traurig trüb.

Es ist das Sprachproblem, das Problem sich auszudrücken. Wir haben ein Gefühl oder eine Emotion, wir haben dieses Gefühl der Liebe, das sich in unserem Geist vollkommen ausbreiten kann, uns erfüllt, man sagt uns Schmetterlinge im Bauch beschert. Es lässt uns strahlen und lächeln, macht gute Laune, und bringt doch Lust und Begehren. Es ist ein Gefühl völlig frei von Zwängen und Sorgen, es lässt uns Freiheit fühlen, und doch die Geborgenheit, uns in uns selbst zurückziehen zu können.

Aber nun wollen wir es ja demjenigen, den wir lieben, mitteilen, wollen es ihm oder ihr sagen, wollen es vielleicht sogar unseren anderen Mitmenschen sagen. Und da taucht für uns ein Problem auf, denn beschreiben wir nun das Wort, wie fangen wir es? Denn es ist doch so unfassbar. Wir verstehen es, können dieses Verständnis aber nicht ausdrücken, also tun wir genau das, wir fangen es.

Wir müssen uns dieses Gefühl der Liebe – wie schmerzt es mich, es hier immer in dieses Wort zu zwängen – wie einen Vogel vorstellen. Wie einen Adler oder einen Falken vielleicht, oder manches Mal vielleicht auch wie einen kleinen Spatz, der losgelöst von der Erde in der Luft herumwirbelt. Jedenfalls stehen wir einsam auf einem Feld, und beobachten diesen Vogel, bewundern ihn für seine Schönheit, freuen uns über ihn, und ach wie gerne würden wir ihn auch unseren Lieben zeigen. Was also tun? Wir fangen ihn. Wir stecken ihn in einen Käfig und nehmen ihn mit nach Hause und zeigen ihn allen. Natürlich freuen sich die Bekannten, die Verwandten und der/die Partner(in). Sie finden den Vogel vielleicht süß, oder nett anzusehen, vielleicht auch schön. Doch wir selbst bemerken, dass etwas fehlt. Wir merken, dass es kein Vogel mehr ist, sondern nur noch ein Tier, aus Haut, Knochen und Fleisch, genau wie wir. Wir wissen nicht wo dieses schöne ist, dieses zierliche, freie, nicht fassbare... doch es ist da oben geblieben, in der Luft. Und Tag um Tag wird es uns klarer, wie auch unserer Umgebung. Tag um Tag wird der Vogel mehr zum Tier, langweilig und unbedeutend, und irgendwann dann ist er egal.

So scheint es auch mit der Liebe zu sein. Sie ist so vielschichtig und nicht fassbar. Aber wenn wir sie nun anderen mitteilen wollen müssen wir sie ja Fassen um sie weiterzugeben, aber nehmen ihr dann die meisten ihrer Attribute, nehmen ihr das, was sie so wunderschön gemacht hat. Und dann verliert dieses Wort Tag um Tag seine wahre Bedeutung. Wird eintönig und alltäglich und bevor wir es bemerken ist unsere Beziehung nur ein nebeneinander herleben.

Nun kann man sich fragen, was dagegen tun? Nun kann man verlangen, dass wer schon ein solches Problem aufschreibt, eine andere Möglichkeit findet, Liebe auszudrücken, ohne den Vogel vom Himmel zu holen. Doch ist nicht alles immer so einfach, und ich möchte nicht sagen, dass ich es so genau wüsste.

Trotzdem habe ich für mich natürlich Überlegungen getätigt, und möchte den Leser auch daran teihalben lassen. Denn vielleicht sollten wir gar nicht immer wiederholen wie sehr wir uns lieben, vielleicht tut es das NICHTSSAGEN manchmal mehr. Ich denke Liebe wird durch so viel ausgedrückt, warum uns beschränken. Durch Worte ja, durch den Vogel, ja, aber dem Vogel in der Luft, wenn möglich. Lassen wir die Worte mit Taten einhergehen, mit einem Lächeln und einem lieben Blick, mit Berührungen, und das ein oder andere Mal mit Schweigen. Mit einem Blick in den wir all unsere Gefühle legen. Nehmen wir unseren Liebsten einfach mit auf das Feld. Immer mal wieder, und hoffen jedes mal aufs neue, zusammen den Vogel betrachten zu können. Hören wir auf so etwas erzwingen zu wollen, geben wir uns Freiheit. Lassen wir den Vogel doch fliegen...